Internationale Friedensschule Köln
Kulturmonat vom 20. April bis 15. Mai 2009
Jahrgangsstufe 5
Schuljahr 2009/2010
Vom 20. April bis 15. Mai 2009 engagierte sich die ALTANA Kulturstiftung mit ihrem Bildungsprogramm erstmals außerhalb der Grenzen Hessens. Partner und Wirkungskreis war die Internationale Friedensschule Köln, in der vom 20. April bis zum 15. Mai der „Kulturmonat“ stattfand.
Thema des „Kulturmonats“ iwar die „Natur“ im Sinne von Schöpfung, deren Bestandteil der Mensch ist. Die Inhalte der Fächer Deutsch, Musik und Kunst wurden mit den künstlerischen Disziplinen Bildende Kunst, Musik, Film und Literatur bzw. Kulturgeschichte verknüpft und in einer Filmproduktion umgesetzt. Die Kinder lernen dabei alle Phasen eines solchen Projektes kennen: von der Idee über den Text des Drehbuchs und des Storyboards mit Zeichnungen, Malereien und Fotos sowie der Filmmusik entwickeln die Schüler der 5. Klasse in sieben Gruppen jeweils einen Kurzfilm zu einem Schöpfungstag.
Ausgangspunkt bildeten die Kunstwerke der ALTANA Kunstsammlung zum Naturmotiv. Ziel war es, Kinder und Jugendliche für das Verhältnis von Mensch und Natur zu sensibilisieren, um ein Verantwortungsgefühl zu entwickeln. Die unmittelbare Begegnung der Kinder mit den originalen Kunstwerken und ihren „Urhebern“ – den Künstlern – ist dabei ein wesentliches Prinzip der Stiftungsarbeit. Ein weiteres ist das Kennenlernen aller Künste: Bildende Kunst, Musik, Literatur/Theater und Film.
Grundidee war die Entstehung der Natur: Am Beispiel der biblischen Schöpfungsgeschichte als Grundlage für das Judentum, das Christentum und den Islam. Die Genesis fungierte als Rahmengeschichte für den Ursprung des Universums, des Sonnensystems, der Erde und der Kreatur - dem Tier und dem Menschen. Außerbiblische Schöpfungsgeschichten und naturwissenschaftliche Theorien machten die kulturhistorische Vielfalt dieser Thematik für die Kinder erfahrbar.
Methodisch stand ganzheitliches Lernen im Mittelpunkt: In bildnerischen, sprachlichen, motorischen und musikalischen Aktivitäten gewannen die Kinder einen selbstverständlichen Zugang zur Kunst. Dabei entwickelten sie auf den Gebieten Bildende Kunst, Film, Musik und Literatur ihre individuelle Beziehung zum Thema „Natur und Schöpfung“. Die intensive Auseinandersetzung mit dem Medium „Film“ vermittelte den Schülern im Medienzeitalter erste Hintergründe filmischen Gestaltens.
Exkursionen in die Natur und direkte Begegnungen mit Kunstwerken der ALTANA Kunstsammlung und der Kulturinstitutionen Kölns (Wallraf-Richartz-Museum, Museum Ludwig) und den Künstlern selbst ergänzten die sinnlichen und ästhetischen Erfahrungen.
An dem Projekt waren neben Künstlern unterschiedlicher Bereiche – Musikern, Bildenden Künstlern, Schauspieler- und Mitarbeitern der ALTANA Kulturstiftung die Lehrer der Jahrgangsstufe 5 der Internationalen Friedensschule beteiligt. Kooperationspartner dieses Projektes in Köln war darüber hinaus das Medienpädagogische Zentrum Köln.
Die Bildungskonzepte der Internationalen Friedensschule Köln und der ALTANA Kulturstiftung entsprachen einander in wesentlichen Grundprinzipien wie der Wertschätzung kultureller Bildung bei der Persönlichkeitsentfaltung junger Menschen und der Notwendigkeit einer Sensibilität für den Wert von Mensch und Natur andererseits.






