RAT FÜR KULTURELLE BILDUNG

Der Rat für Kulturelle Bildung ist ein unabhängiges Beratungsgremium, das sich umfassend mit der Lage und der Qualität Kultureller Bildung in Deutschland befasst.

Ihm gehören dreizehn Mitglieder an, die verschiedene Bereiche der Kulturellen Bildung repräsentieren: Tanz- und Theaterpädagogik, Musik- und Literaturvermittlung, Bildungsforschung, Erziehungswissenschaften, Pädagogik, Soziologie, Kulturwissenschaften, Politikwissenschaften, Medien, Kulturelle Bildung und die Künste.

„Rat für Kulturelle Bildung e. V.:
Der Verein „Rat für Kulturelle Bildung e. V.“ mit Geschäftsstelle in Essen wird von einem Stiftungsverbund getragen, dem sieben Stiftungen angehören: ALTANA Kulturstiftung, Bertelsmann Stiftung, Deutsche Bank Stiftung, Karl Schlecht Stiftung, PwC-Stiftung, Robert Bosch Stiftung, Stiftung Mercator. Die Stiftungen verbindet die Wertschätzung von ästhetischen Erfahrungen sowie künstlerischen Arbeits- und Ausdrucksformen als unverzichtbarem Teil von Bildung. Der Zusammenschluss zu einer Allianz für die Kulturelle Bildung ermöglicht es den Stiftungen, gemeinsam starke Impulse für die Weiterentwicklung und Verankerung dieses Teils von Bildung in unserer Gesellschaft zu geben.
Seine gemeinnützigen Zwecke verwirklicht der Stiftungsverbund derzeit auf zwei Ebenen:

DISKURSPOLITIK
Der 13 Mitglieder umfassende unabhängige Expertenrat „Rat für Kulturelle Bildung“ wirkt mit seinen Denkschriften und Analysen theoriebildend und gibt wissenschaftlich begründete Qualitätsimpulse zur Ausgestaltung und Förderung von Kultureller Bildung in die Politik, Praxis und Forschung, aber auch in den Stiftungsverbund.

FORSCHUNG
Der „Forschungsfonds Kulturelle Bildung. Studien zu den Wirkungen Kultureller Bildung“, gefördert durch die Stiftung Mercator, treibt die Wirkungsforschung voran. Die sechs geförderten Projekte überprüfen Grundannahmen und untersuchen die Effekte Kultureller Bildung.
Die „Machbarkeitsstudie Qualitätsinstitut Kulturelle Bildung“, gefördert durch die Stiftung Mercator, untersucht, ob und wie die Entwicklung von Qualität in der Kulturellen Bildung durch Unterstützungsstrukturen gefördert werden kann, die Forschung, Entwicklung von Materialien und Fortbildung von Multiplikatoren als Aufgabe haben.“
 

© Rat für Kulturelle Bildung e.V. / Frauke Schumann, Dirk Pudwell

ALLES IMMER GUT.

Unter dem Titel „ALLES IMMER GUT. MYTHEN KULTURELLER BILDUNG“ stellte der Rat für Kulturelle Bildung seine erste Bestandsanalyse vor. Er untersuchte herrschende Grundannahmen zur Kulturellen Bildung, die häufig als gültig unterstellt, aber selten hinterfragt werden. Die 14 Experten prüften diese „Mythen“ mit Blick auf die Praxis und möchten so den Qualitätsdiskurs in der Kulturellen Bildung anregen. Der Rat für Kulturelle Bildung veröffentlicht Denkschriften und Gutachten und bezieht zu wesentlichen Themen Stellung.

     

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Kulturelle Bildung: Teilhabe und Zugänge
In seiner ersten Publikation „Alles immer gut. Mythen Kultureller Bildung“ analysierte der Rat für Kulturelle Bildung fragwürdige Grundannahmen und überzogene Versprechungen zu den Voraussetzungen und Wirkungen kultureller Bildungsangebote. Die zentrale Themenstellung lautet weiterhin: Welche Bedingungen, Vorgehensweisen und Entscheidungen braucht es, damit qualitativ hochwertige Kulturelle Bildung gelingt? Diese Qualitätsfrage entscheidet sich zuerst an den Formen der Teilhabe an und dann des Zugangs zu Kultureller Bildung. Diese Themen stehen deshalb im Fokus der hier vorgelegten Denkschrift. Konkret geht es um das Verhältnis von Idee, Auftrag und Umsetzung mit Blick auf diese beiden zentralen und konfliktreichen Dimensionen Kultureller Bildung. Bei der Betrachtung sowohl der Grundversorgung mit Kultureller Bildung als auch der flankierenden zeit- und ortsgebundenen Programme werden dabei drei Ebenen in den Blick genommen: der Bezug zu den Künsten, die individuellen Voraussetzungen (der Teilnehmer, Künstler und Kunstvermittler) und die Struktur der Angebote.

ZUR SACHE

Gegenstände Kultureller Bildung bergen Potenziale und Sprengkraft
Es ist nicht gleichgültig, was getanzt, gezeigt oder welcher künstlerische Prozess im Rahmen Kultureller Bildungsangebote angestoßen wird. Dennoch werden die Wahl der Gegenstände und ihre Qualität bei der Gestaltung Kultureller Bildung kaum thematisiert. „Was kann was?“ und „Warum wird was gemacht, und von wem?“ – diese Fragen stellen die Expertinnen und Experten des Rates für Kulturelle Bildung in ihrer neuen enkschrift „Zur Sache. Kulturelle Bildung: Gegenstände, Praktiken und Felder“.

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